Gründung einer Bauernkapelle
Anlässlich eines Auftritts im Rahmen eines Vereinsausflugs nach Luxemburg vom 1.-3. September 1989 rief eine Handvoll junger Musikanten, deren Begeisterung der böhmischen Blasmusik galt, die Bauernkapelle Lauterach unter der Leitung von Robert Vonach ins Leben. Durch die Unterstützung der Marktgemeinde Lauterach konnte bereits 1990 eine eigene Tracht angeschafft werden und die Bauernkapelle Lauterach wurde zu einem fixen Bestandteil des Vereins. 1998 übernahm Vizekapellmeister Thomas Jäger die Leitung der Bauernkapelle und veranstaltete im Herbst 1998 ein eigenes Konzert der Bauernkapelle im Hofsteigsaal (mehr Infos finden Sie in in der Chronik unserer Bauernkapelle).
Gründung einer Jugendkapelle
Auf Grund von Nachwuchsproblemen der Bürgermusik wurde mit den jüngsten Vereinsmitgliedern im Rahmen eines Tages der offenen Tür am 2. März 1991 im Probelokal die Jugendkapelle unter der Leitung von Vizekapellmeister Robert Vonach vorgestellt. Durch großartigen Einsatz einiger Funktionäre um Jugendreferent Bernhard Apsner, intensive Werbeaktionen, Zusammenarbeit mit der Musikschule und Verschiedenes mehr entstand in kurzer Zeit eine leistungsstarke Jugendkapelle (mehr Infos finden Sie in der Chronik unserer Jugendkapelle).
Weitere Vereinsentwicklung und neue Aktivitäten
Ende 1991 legte Kapellmeister Alois Herbst nach 29 Jahren den Taktstock nieder. Martin Schelling folgte 1992 als Kapellmeister und führte die BML in eine großartige musikalische Zukunft. Vom 12. – 14. Juni 1992 fand unter Obmann Adolf Dür und unter dem Ehrenschutz von Bürgermeister Elmar Kolb das 150-jährige Gründungsfest, verbunden mit dem Bezirksmusikfest des Blasmusikbezirkes Dornbirn statt. In diesem Jahr legte Obmann Adolf Dür sein Amt nieder und Mag. Lothar Hinteregger wurde zum Obmann gewählt.
1993 fand am Ende der Sommerferien erstmals ein Probenwochenende der Bürgermusik in Hirschau im Bregenzerwald statt. Neben dem intensiven Proben an drei Tagen kam auch der gesellschaftliche Aspekt nicht zu kurz.
Fünf Jahre lang – erstmals im Jahr 1997 – veranstalteten die Bürgermusik und der Männerchor Lauterach gemeinsam den „Sing & Swing-Ball“ im Hofsteigsaal. Da die Idee eines Dämmerschoppens im Sommer inzwischen von mehreren Lauteracher Ortsvereinen übernommen worden war und zudem häufig wetterbedingte Probleme auftraten, entschloss man sich, ein neues Fest in neuer Form zu organisieren. So fand am 24. September 2000 erstmals das Moscht-Fäscht der Bürgermusik am Sternenplatz statt. Neben einer Obstausstellung im Sterneng’wölb konnten sich die Festbesucher beim Schaumosten informieren, Lauteracher Edelbrände sowie verschiedene Mostsorten verkosten oder kulinarische Spezialitäten wie Mostsuppe genießen. Bei traumhaftem Herbstwetter wurde das Fest dank des engagierten Einsatzes aller Musikanten ein voller Erfolg. Das jährliche Moscht-Fäscht entwickelte sich in der Folge zu einem gesellschaftlichen Treffpunkt in Lauterach und erhielt den Charakter eines traditionellen Dorffestes.
Am 29. November 2001 spielte die Bürgermusik auf Einladung der Firma Flatz Verpackungen Styropor GmbH ein Galakonzert in der Tonhalle St. Gallen.
Am 1. bzw. 9. Dezember 2001 wurden beim Cäcilienkonzert und dessen Wiederholung anlässlich des 10-jährigen Kapellmeisterjubiläums von Martin Schelling die Highlights der letzten neun Cäcilienkonzerte präsentiert.
Seit November 2001 ist die Bürgermusik Lauterach auch im Internet vertreten und unter der Adresse „bm-lauterach.at“ mit Informationen zum Verein erreichbar.
Im Jahr 2002 fand vom 14. bis 16. Juni unter Obmann Mag. Lothar Hinteregger und unter dem Ehrenschutz von Bürgermeister Elmar Kolb das 160-jährige Gründungsfest statt, verbunden mit dem Bezirksmusikfest des Blasmusikbezirkes Dornbirn sowie dem Hofsteiger Musikfest. Im Rahmen dieser Feierlichkeiten wurden am 25. und 26. Mai 2002 in Lauterach zudem die Landeswertungsspiele des Vorarlberger Blasmusikverbandes durchgeführt.
Anfang 2004 konnte die Bürgermusik in das neu renovierte und vergrößerte Probelokal in der Hauptschule Lauterach einziehen. In der ersten Bauetappe (Herbst 2003) wurde der Proberaum auf den neuesten technischen Stand gebracht und erweitert. Mit großer Freude nahmen die Musikanten ihre Probentätigkeit im neuen Raum auf. Die zweite Bauetappe, welche die Einzelprobe- und Nebenräume umfasste, wurde im Sommer 2005 realisiert.
Am 26. und 27. Mai 2007 wurde im Rahmen eines zweitägigen Festes anlässlich des 165-jährigen Bestehens der Bürgermusik Lauterach die – nach 1967 – zweite Vereinsfahne geweiht. Fahnenpatin ist seither Marie-Luise Dietrich (Fa. Hermann Pfanner Getränke GmbH). Am Vortag der Fahnenweihe fand das 4. Jubilaretreffen des Vorarlberger Blasmusikverbandes statt.
Nach 18 Dienstjahren legte Martin Schelling im Jahr 2009 sein Amt als Kapellmeister der Bürgermusik nieder. Für sein langjähriges, verdienstvolles Wirken als Kapellmeister der Bürgermusik sowie als musikalischer Leiter der Jugendkapelle wurde er neben Alois Herbst zum Ehrenkapellmeister des Vereins ernannt.
Im Jahr 2010 übernahm Mathias Schmidt die musikalische Leitung der Bürgermusik Lauterach. Als studierter Schlagwerker (Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Graz / Institut Oberschützen) und Musiklehrer leitete er die Bürgermusik bis 2019. Unter seiner Führung erreichte das Orchester wiederholt Höchstleistungen, was sich unter anderem in den Wettbewerbsergebnissen von Landeswertungsspielen der Jahre 2014 und 2018 (jeweils Stufensieger in der Leistungsstufe D) sowie im überwältigenden Erfolg der Filmmusikgala „All You Need is Hollywood“ im Frühjahr 2017 im Montforthaus Feldkirch und im Festspielhaus Bregenz widerspiegelte.
Auf Mathias Schmidt folgte im Jänner 2020 mit Ricardo Döringer erstmals ein ausgebildeter Dirigent als musikalischer Leiter der Bürgermusik Lauterach (bis Dezember 2023). Das erste gemeinsame Konzert konnte Ricardo jedoch mit dem Kirchenkonzert 2022 erst mehr als zwei Jahre später dirigieren, da das Vereinsleben und vor allem die gemeinsamen Proben durch die Corona-Pandemie ziemlich ausgebremst wurden.