Gründerjahre

Gegründet wurde die Bürgermusik Lauterach im Jahre 1842 als sogenannte “Chor- und Feldmusik”, vermutlich als Glied eines der damals bestandenen Schützenvereine. Aufzeichnungen und Protokolle aus dieser Zeit fehlen, somit auch die Namen der Gründer. Der erste Kapellmeister soll ein “Federböhm” gewesen sein, einer jener damals so zahlreichen musikalisch besonders begabten Hausierer, die mit Bettfedern handelten. Die Chronik berichtet im Jahre 1844 von einer besonderen Ausrückung, als nämlich am 14. September Erzherzog Franz Karl nach Vorarlberg kam. Die Uniform in den ersten Jahren nach der Gründung bestand aus einer dunklen Bluse mit gelben Aufschlägen sowie einem Hut mit Federbusch. Im Rechnungsbuch der Fußacher Schützengesellschaft im Jahre 1847 ist vermerkt, dass am 31. August 1847 dem Lauteracher Musikkorps eine Entschädigung für die Begleitung des Schützenvereines zum Schützenhause nach Bregenz gezahlt wurde. In welchem Jahr aus der Schützenmusik eine selbstständige “Bürgermusik” wurde, ist nicht mehr bekannt. Auch in den ersten drei Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts wurde eine Schützenuniform getragen. Große Freude herrschte, als am 4. Februar 1906 im Probezimmer erstmals das elektrische Licht brannte. Die Vereinsausflüge in der damaligen Zeit waren zünftige Pferdeschlittenfahrten. Solche fanden am 18. Februar 1906 nach Hörbranz, am 21. Jänner 1907 nach Dornbirn und am 23. Jänner 1908 nach Lustenau statt, an denen sich jeweils ca. 200 Personen beteiligten.

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